Überraschung: BitTorrent-Piraten bei Sony, Universal und Fox gefunden

TorrentFreak hat mit Hilfe von YouHaveDownloaded, das ungefähr 20% der öffentlichen BitTorrent-Downloads trackt, herausgefunden, dass – Überraschung! – auch bei den großen Medienkonzernen illegal Filme und Musik heruntergeladen werden.

TorrentFreak:

After some initial skimming we’ve discovered BitTorrent pirates at nearly every major entertainment industry company in the US, including Sony Pictures Entertainment, Fox Entertainment and NBC Universal. Busted.

[..]

Another Hollywood studio where it’s not uncommon to download music, TV-shows and movies is NBC Universal. The employee(s) behind one of the IP-addresses at the Fort Lauderdale office in Florida downloaded the first season of ‘Game of Thrones,’ some trance music, a DVD of ‘Cowboys and Aliens’, and much more.

Die Unternehmen also, die unter anderem mit Three Strikes andere vom Internet trennen wollen haben in ihren eigenen Reihen selbst reichlich Urheberrechtsverletzer.

Wie viele dieser Mitarbeiter von Sony, Universal und co. wohl Premiumkunden bei Rapidshare und Megaupload sind?

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Die Newsletter-Logik von Amazon

Vorgestern hat mir Amazon den Tag versaut. Da sitze ich morgens noch schlaftrunken vor´m Computer und checke meine Mails. Unter anderem eben eine von Amazon. Betreff "Personenwaagen - aktuelle Bestseller". Wie bitte? Was will mir Amazon damit sagen? "Der Frühling ist da. Tu mal was für Deine Figur" ?
 
Mir ist ja bekannt, dass Amazon gerne mal annimmt, dass ich alles, was ich mir bei denen anschaue und bestelle, nur für den persönlichen Gebrauch nutze.

Deshalb bin ich gewohnt, mit Mails mit den neuesten Bilderbuchhits und Babyrasseln zugespamt zu werden, nur weil ich vor 2 Jahren mal was für meine Tochter bestellt habe. By the way, Amazon: Die Kleene ist aus dem Alter raus!! Rasseln sind für 2jährige nicht mehr angesagt!

Naja, aber Personenwaagen habe ich mir noch nie bei Amazon angeschaut. Ich schwöre.

Auf jeden Fall erzählte mir gestern ein Freund, dass er sich bei Amazon eine Waage bestellt habe. Ist doch komisch: er bestellt ´ne Waage und ich kriege die Werbemail.

Aber dann kam mir die Lösung. Ich hatte mal vor Urzeiten (zwei Jahre oder so) ein Geschenk für meine Freundin bestellt - und eben als Lieferadresse die des besagten Freundes angegeben (weil wegen Überraschung und so).

Kann es sein, dass Amazon irgendwie das Kaufverhalten des Freundes und meine Bestellung an seine Adresse vermixt hat?
Anders kann ich mir es nicht erklären.

Egal - hab Amazon jetzt erstmal auf "Spam" gesetzt. Ich lass´ mir doch von ´nem Versandhändler nicht sagen, dass ich zu fett bin. Was ich gar nicht bin.

Du hast ja doch geklickt!

Warum eigentlich? Denk mal kurz darüber nach. Da stand ja "Auf keinen Fall hier klicken" - und trotzdem hast Du es gemacht. Ist doch komisch, oder? Aber vielleicht auch nicht.

Vielleicht wolltest Du Dich ja einfach überraschen lassen. Und es hat funktioniert, oder?

Ich habe letzte Woche Adam Fletcher kennengelernt. 

Adam meint, dass es immer weniger Geheimnisse und Unvorhersehbares in der heutigen Zeit gibt. Früher hat man auf Partys über Fragen wie "Wie hoch ist der höchste Berg?" oder "Wieviel verdient der reichste Mann der Welt?" stundenlang diskutieren können. Heute holt irgendjemand schnell sein iPhone raus und kuckt bei Wikipedia nach. Es gibt kaum noch Geheimnisse. Ziemlich langweilig. 

Adam will wieder ein wenig Spannung in unser Leben bringen und hat deshalb die Website "The Hipstery" (www.hipstery.com) gegründet. 

Das Konzept: Man kauft ein T-Shirt, weiß aber nicht, welches. Ein Überraschungs-T-Shirt sozusagen. Man gibt nur seine Größe an und beantwortet ein paar - ziemlich verrückte - Fragen. Fertig.  

Der Clou des Ganzen: Hipstery garantiert, dass jeder ein T-Shirt bekommt, dass auch zu ihm passt. 

Ich hab´s ausprobiert und muss sagen: Es klappt. Das T-Shirt, dass ich bekommen habe, hat ziemlich gut meinen Geschmack getroffen.

Hipstery tut einiges, um jedem Käufer eine individuelles T-Shirt zu schicken. Das Ganze ist ziemlich clever. Wie´s genau funktioniert bleibt das Geheimnis von Hipstery.

Die Seite gibt´s demnächst auch auf Deutsch. Wer´s mal ausprobieren will: Adam hat mir einen kostenlosen Gutschein für Hipstery geschenkt. Hinterlasst einfach einen Kommentar hier unter diesem Artikel. Wie findet Ihr das Hipstery-Konzept? 

Ich lose dann Ende der Woche aus. Viel Spaß! Ingo. 

Wie ein alternativer Groupon-Klon aussehen könnte...

Groupon-Klone gibt es viele. Doch wie könnten Alternativen aussehen. Hierzu zwei Überlegungen:

1.  Größe verhindert Auswahl

Wenn man sich die Angebote von Groupon.com für - beispielsweise - New York ansieht, merkt man schnell: Je populärer die Seite, umso eingeschränkter das Angebot. Wo früher Gutscheine für kleine, feine Restaurants angeboten wurden ("Insidertipp", "Entdecke Deine Stadt"), gibt es jetzt oftmals nur massentaugliche Ware (Museumsbesuche etc.). Muss ja, schließlich besuchen täglich zigtausende die Seite und sie alle wollen bedient werden. Durch die massentauglichen Angebote läuft die Seite aber schnell Gefahr, langweilig zu werden. Und: Ist ein Anbieter bereit, weiterhin 50% oder mehr zu bieten, wenn er quasi "befürchten" muss, dass ihm die Leute die Bude einrennen? 

Fazit: Lieber kleinere Läden, dafür weniger Coupons.

Daraus ergibt sich aber wiederum ein Problem: Man will ja wachsen. Wenn man aber gleichzeitig keine Massenware verkaufen will, bleibt nur eins: Mehrere Deals an einem Tag. Damit wird das grundsätzliche Prinzip aber schnell verwässert (siehe u.a. guut.de). 

Eine mögliche Lösung ergibt Punkt 2.

2.  Die Stimmung macht´s

Das Problem ist doch folgendes: Ich gehe auf die Seite und sehe ein Angebot für eine Thai-Massage. Gähn. Egal, morgen wieder auf die Seite. Indisches Restaurant. Auch nix für mich. Und was, wenn es an Tag 3 wieder nix für mich gibt? Und am nächsten wieder nicht? Wie oft werde ich die Seite noch besuchen, wenn ich jedesmal "enttäuscht" werde?

Vielleicht sollte der "Kunde", bevor ihm das eigentliche Angebot präsentiert wird, nach seiner Stimmung gefragt werden. "What do you want?" "Wonach ist Dir heute?" - Dann gibt es fünf Auswahlbuttons: "Essen" - "Trinken" - "Feiern" - "Relaxen" - "xyz" und jeder dieser Button führt zu einem speziellen Angebot. 

Damit hätte man auch den ersten Punkt erfüllt. Mehrere Angebote täglich. Angebote von kleineren Läden in kleinerer Stückzahl. 

Jetzt könnte das Gegenargument kommen, dass man somit viel mehr akquirieren müsste. Auf der einen Seite sicher anfangs ja - auf der anderen Seite könnte man mit den Läden Monatsdeals schließen - lieber 50 Gutscheine pro Monat verteilt auf ein Jahr, als 500 Gutscheine auf einen Schlag.

Irgendwelche Meinungen dazu?