Groupon-Klone gibt es viele. Doch wie könnten Alternativen aussehen. Hierzu zwei Überlegungen:
1. Größe verhindert Auswahl
Wenn man sich die Angebote von Groupon.com für - beispielsweise - New York ansieht, merkt man schnell: Je populärer die Seite, umso eingeschränkter das Angebot. Wo früher Gutscheine für kleine, feine Restaurants angeboten wurden ("Insidertipp", "Entdecke Deine Stadt"), gibt es jetzt oftmals nur massentaugliche Ware (Museumsbesuche etc.). Muss ja, schließlich besuchen täglich zigtausende die Seite und sie alle wollen bedient werden. Durch die massentauglichen Angebote läuft die Seite aber schnell Gefahr, langweilig zu werden. Und: Ist ein Anbieter bereit, weiterhin 50% oder mehr zu bieten, wenn er quasi "befürchten" muss, dass ihm die Leute die Bude einrennen?
Fazit: Lieber kleinere Läden, dafür weniger Coupons.
Daraus ergibt sich aber wiederum ein Problem: Man will ja wachsen. Wenn man aber gleichzeitig keine Massenware verkaufen will, bleibt nur eins: Mehrere Deals an einem Tag. Damit wird das grundsätzliche Prinzip aber schnell verwässert (siehe u.a.
guut.de).
Eine mögliche Lösung ergibt Punkt 2.
2. Die Stimmung macht´s
Das Problem ist doch folgendes: Ich gehe auf die Seite und sehe ein Angebot für eine Thai-Massage. Gähn. Egal, morgen wieder auf die Seite. Indisches Restaurant. Auch nix für mich. Und was, wenn es an Tag 3 wieder nix für mich gibt? Und am nächsten wieder nicht? Wie oft werde ich die Seite noch besuchen, wenn ich jedesmal "enttäuscht" werde?
Vielleicht sollte der "Kunde", bevor ihm das eigentliche Angebot präsentiert wird, nach seiner Stimmung gefragt werden. "What do you want?" "Wonach ist Dir heute?" - Dann gibt es fünf Auswahlbuttons: "Essen" - "Trinken" - "Feiern" - "Relaxen" - "xyz" und jeder dieser Button führt zu einem speziellen Angebot.
Damit hätte man auch den ersten Punkt erfüllt. Mehrere Angebote täglich. Angebote von kleineren Läden in kleinerer Stückzahl.
Jetzt könnte das Gegenargument kommen, dass man somit viel mehr akquirieren müsste. Auf der einen Seite sicher anfangs ja - auf der anderen Seite könnte man mit den Läden Monatsdeals schließen - lieber 50 Gutscheine pro Monat verteilt auf ein Jahr, als 500 Gutscheine auf einen Schlag.
Irgendwelche Meinungen dazu?